Weltweit 1.Passivhausdachausbau in Nullenergiebauweise
Bauherrenhilfe.at - Sachverstaendigenarbeit zu sozialen Tarifen!
 
 

SIGA – irgendein Klebeband ?


Die Vordeckbahnen (fälschlicherweise oft “Dachpappe” genannt, Schalungsbahn, Unterdachbahn) von Stamisol haben sich bestens bewährt. Man muss sich nur die Bilder ansehen, die Bahnen sind gänzlich unbeschädigt, trotz Begehung seit einigen Wochen! Das geht mit keiner anderen Bahn. Trotzdem komplett unwirtschaftlich die Unterdacheinbindung an die von uns “getunten” Passivhaus-Dachfenster, die vielen Ecken beim Rahmen führen zu abenteuerlichem Flickwerk. Und mein Vertrauen zu Kontaktklebern in wasserführenden Bereichen hält sich in Grenzen. Klebebänder hab ich schon einige getestet, dann SIGA …

Also SIGA hat ja in Zimmererkreisen den allerbesten Ruf, dachte aber bislang das liegt vorwiegend an den guten Fachschulungen. Kein anderer Klebebandhersteller bemüht sich so um fachgerechte Verarbeitung.

Fachgerechte Verarbeitung ? Für ein Klebeband ? Ist das nicht übertrieben ?

Betrachtet man die Kosten für ein Klebeband verschwinden diese unsichtbar in der Bausumme, betrachtet man aber die Bauschäden die aufgrund fehlender oder falscher Klebebänder entstehen, so beginnt man Klebebänder anders zu gewichten. Mittlerweile ist ja anerkannt daß Unterdächer winddicht ausgeführt werden sollen, ist das Dach flach (Schmelzwasserrückstau im Winter) oder muss es besonderen Anforderungen (Solardach wie bei unserem Projekt) genügen, so kommt zur Winddichtheit auch die Dichtheitsanforderung hinzu.

Durch die nötige Verklebung der vielen Ecken haben wir einige Klebebänder ausprobiert, alle sind bei einer gewissen Dehnung gerissen. Demnach haben wir Stamisol genommen und mit dem Kontaktkleber (Wie beim Fahrradschlauch flicken) zu dichten begonnen. 1/2 Tag für eine 4er-Fensterkombination geht da schon drauf ! Und qualitativ habe ich zu reinen Kleberdichtung wenig Vertrauen, was tun ?

Im Moment bin ich kurz vor Abschluss zu einem “Klebeband-Testartikel” für eine Bauzeitung. SIGA ist mir dabei vorab betreffend der Kleberstärke aufgefallen und hatte ich heute einen Termin mit Herrn Hess von SIGA.ch am Dachboden. Er hat eine Kiste Klebebänder mitgebracht und wir haben den Praxistest fortgeführt ! Laszlo hat das Klebeband WIGLUV bei einem Dachfenster ausprobiert, “Wigluv” hat das “in die Ecken ausdehnen” voll mitgemacht, und ist auch noch kleben geblieben.

Einziger Nach- und Vorteil: Ist das Band mal drauf gibt es fast kein Lösen mehr. Mann muss sich also schon vorher überlegen wo das Klebeband hin soll, eine Korrektur geht kaum noch. Demnach wir die Klebenähte der Stamisol-Bahn noch zusätzlich mit WIGLUV verkleben. Jetzt haben wir nicht nur die ersten Passivhaus-Dachfenster weltweit, ich glaub wir haben auch die dichtesten gebastelt ;-) Die Dachhaut selbst stellt nur mehr eine optische Maßnahme dar!

 Es folgt eine Produktpräsentation am Dachboden, SIGA hat auch ein Abrollgerät entwickelt und Herr Hess zeigt das innovative Produkt voller Stolz. Laszlo als bodenständiger Handwerker sieht sich das Ding an und schmeißt es wenig begeistert wieder in die Ecke. (Grummelt was von Heimwerkerklumpert) Nach Blick in Richtung Herr Hess (Frisch aus der Schweiz gekommen, wer hats erfunden … ?) tut er ihm leid und gibt er das Abrollgerät an den Lehrling Marcel weiter: “Marcel, probier das bitte aus!”


3 Kommentare auf: “SIGA – irgendein Klebeband ?”


  • zm hofer

    Leider ist das SIGA-KLEBEBAND auch um ein vielfaches teurer..



  • Baldauer

    Bevor das Sigaband abreißt zerlegt sich früher die Dampfbremse. Das Zeug hat vermutlich doppelt so viel Kleber drauf wie andere Billigprodukte. Ein Unterschied muss schon sein.



  • Dejan

    Kann ich als Häuslbauer die Bänder auch im Handel kaufen ?




  • Einen neuen Kommentar schreiben:


    Möglich gemacht haben dieses Projekt: