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Lehmbau auch im Dachboden !


Heute ist ein Abend-Termin in Tattendorf gewesen, Firma “Natur & Lehm”, Österreichs größter Lehmbau-Produkt-Hersteller. Das Firmengebäude ist ein Passivhaus welches in Lehmbauweise errichtet wurde, jedenfalls sehen die ausgestellten Lehmwände sehr harmonisch, warm, “gesund” aus. Nur wegen der Risse darf man nicht heikel sein. Oft genug sieht man quer über die Decke und teilweise an den Wänden Risse, als Musterhaus meiner Meinung nach nicht so sehr geeignet. Auch wenn dem entgegengewirkt wird mit Aussagen wie: “Natürlicher Baustoff..” usw. Auf der anderen Seite vielleicht auch ganz gut, dann sind die Erwartungen nicht so hoch, und die Reklamationen geringer. Aber ich würde zur Produktpräsentation schon eher einwandfreie Teile zeigen. Aber dann müßte der Hersteller ja permanent seine Wände (= auch das Büro) überarbeiten….

Na, wie auch immer, ich möchte jedenfalls Lehmwände haben, über die Baubiologie habe ich schon genug gelesen. Ausdünstungen von allen möglichen chemischen Farben, Platten, Klebern, Strahlenbelastungen von Gipsen usw. Das wird sich nicht 100% vermeiden lassen, aber schon die “klimatisierende” Wirkung von Lehm an den Oberflächen soll super sein. Es gibt ja auch schon Lehmbauplatten für den Dachausbau! Da freu ich mich schon drauf ! Habt ihr Erfahrungen mit Lehm ? Ich habe euch einige Links zum Thema in den Artikel eingebaut, schaut mal rein, Lehm seine Berechtigung !


5 Kommentare auf: “Lehmbau auch im Dachboden !”


  • mino

    ja, lehm ist super, aber die kleinen firmen sind leider nicht sehr zugänglich für probleme, die müssen verkaufen, verkaufen ,…. und haben dann keinen der einen richtig betreut, das wird bei euch auch nicht anders sein…



  • Weihtrager Harald

    Der Kommentar zum Thema Natur&Lehm erscheint mir ungerecht. Meines Wissens ist das Haus ein Passivhaus und vermutlich mit kontrollierter Lüftung versehen. Da sich immer noch hartnäckig das Gerücht hält dass trockene Luft Atemwegsbeschwerden produziert, wird selten gesagt dass in einem Passivhaus Luftfeuchtigkeiten unter 30% im Winter die Regel sind. Und ich kenne keinen Wandbaustoff der dies rissfrei übersteht. Lehm kann übrigens auch keine Feuchtigkeit produzieren- aber hervorragend ausgleichen. Jedenfalls haben die Putze von N&L diese abwertende Aussage nicht verdient!



  • daslachendedach.at

    Sorry Herr Weihtrager! Luftfeuchtigkeiten im Winter unter 30% sind maximal in einem Altbau mit undichten Fenster die Regel, da sich die Luft aufgrund der Tatsache das warme Luft mehr Feuchtigkeit speichert als kalte, durch den erhöhten Luftwechsel ständig runtertrocknet. In einem Passivhaus herrschen die klimatisch besten Bedingungen die man derzeit bautechnisch schaffen kann, also 50-60% ! Und in einem “modernen” Passivhaus gibt es nicht nur eine Lüftungsanlage sondern dazu auch eine Steuerung für die Luftfeuchtigkeit, somit regelbar… Lehmbaustoffe bilden aber im Gegensatz zu kunstharzgebundenen Putzen keine “Haut” und reissen daher auch leichter. Bei dem oben angesprochenen Firmengebäude liegen aber konstruktive, bzw. Verarbeitungsbedingte Problemchen vor. Das entspricht meiner Theorie daß es kein mangelfreies Passivhaus geben kann ja schon sehr, aber es handelt sich um ein MUSTERHAUS ! Also denkt man schon an mehr Pflege…. mfg. Günther Nussbaum-Sekora



  • Kauer Stefan

    Fazit bezüglich Firma Natur und Lehm: schlechtes Produkt und baufälliges (mit EU Förderungen gebautes) Musterhaus. Kommentar von Herrn Weihtrager (der übrigens der Konkurrent ist) fällt auffällig milde aus. Hat er denn aus Eigeninteresse nichts gegen Lehmputz (oder Tonputz wie seine Firma das nennt) zu sagen oder hält er seine Produkte für besser?
    Ich denke beides.
    1.Die kochen auch nur mit Wasser, sprich auch deren Grundprodukt ist Lehm und gegen diese Naturbaustoffe gibt es ja nichts zu sagen – die vielen Vorteile liegen auf der Hand.
    2.Mir scheint die Oberösterreichischen Tonputzproduzenten sind halt etwas innovativer und versetzen sich bei der Entwicklung offensichtlich in die Rolle der Endkunden und der Verarbeiter.
    Ich möchte dies nach wirklich eingehendem Studium beider Webseiten anhand eines Beispiels erläutern:
    Natur&Lehm Lehmbauplatten auf OSB wird Lehmputz aufgebracht.
    Warum nicht gleich einen biologischen Baustoff verwenden, der ebenfalls Wasser wie Lehm (eigentlich ist es der Ton)speichern kann.
    Hat ein Bauherr sich schon einmal über Transportschäden bei Platten geärgert und wie ist das bei Platten die mit Putz beschichtet sind? Entsteht dann Mehrarbeit oder muss über die Platten sowieso noch eine Schicht darüber geputzt werden?
    Wird beim Stoß der Platten ähnlich wie Rigips eine Armierungsstreifchen eingelegt und zugeputzt?

    Emoton Holzweichfaserplatten mit Tonputz einlagig geputzt, also kein Grobputz und 10Tage später nochmals die selbe Arbeit mit Feinputz.
    Die Firma meint, daß sogar die Installationen in die Dämmung eingefräßt werden können (ist mir zwar noch nicht ganz klar, aber werde das dort erfragen). Klingt nach Arbeits(zeit)ersparnis?
    Ich denke schon.
    Meiner Meinung nach der größte Vorteil dieser Dämmvariante:
    Eine große ganzflächige Armierung möglicherweise auch um Mauerkanten, wird Risse, wenn überhaubt nur in wirklichen Extremfällen bringen. Also dort, wo sie mit normalen Putz auch entstehen würden. Sind die kleinen Streifen bei Lehmbauplatten dazu eine Alternative? Da sollte jeder selbst nachdenken.

    Ps.: Der Lehmputz von N+L ist nicht schlecht – wir haben auch damit gebaut aber Herr Meingast tun Sie was mit dem Haus, denn das ist wirklich keine gute Werbung – Ich denke Ihr könntet das besser!



  • Dr.Sedna

    Danke für dieses tolle “Zwiegespräch”, hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen! Viel Erfolg für Frau Mira.




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